Willkommen bei KaRo-Pellets!!!

Unsere Webpräsenz befindet sich noch im Aufbau. Was wir Ihnen anbieten, können Sie vorerst dem folgenden Text entnehmen.

 

 

Teilnahmegesuch für einen Klimapreis

Bei unserem Projekt geht es um die CO2 neutrale energetische und nachhaltige Nutzung der nachwachsenden Rohstoffe Miscanthus, auch bekannt als Chinaschilf oder Elefantengras und Getreidestroh. Wir wollen dadurch den Verbrauch fossiler Brennstoffe reduzieren und somit einen aktiven Betrag zum Klima- und Umweltschutz liefern.

In Zeiten knapp werdender fossiler Brennstoffe und steigender Energiepreise wird es unserer Meinung nach immer wichtiger nachwachsende Rohstoffe als Energieträger zu verwenden, weil sie jedes Jahr von neuem nachwachsen, weil sie CO2 neutral sind und weil sie vor allem günstig auf unseren eigenen Feldern jedes Jahr neu anzubauen sind. Holz ist natürlich auch ein sehr wichtiger Energielieferant und Brennstoff, aber mittlerweile ist die Nachfrage nach Holz so dermaßen gestiegen, dass erste Lieferschwierigkeiten aufgetreten sind. Der jährliche Holzzuwachs reicht nicht mehr aus, um den steigenden Bedarf zu decken. In diesem Jahr allerdings lieferte der Sturm „Kyrill“ soviel Bruchholz, dass dieser Engpass, in näherer Zukunft wohl nicht entsteht. Aber irgendwann werden die Wälder wieder aufgeforstet sein und dann wird das Problem wieder vorhanden sein. Somit müssen andere Pflanzen gefunden werden, die diesen Bedarf decken können. Durch die geringen Getreidepreise war Getreide seid langer Zeit als Brennstoff im Gespräch. Nur ist er bis jetzt noch nicht als Regelbrennstoff zugelassen und ist auch wegen einiger ethischer Gesichtspunkte sehr umstritten. Außerdem steht er immer mehr in Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion, weil viel Getreide auch schon für die Bioethanolherstellung verwendet wird. Da gibt es zum anderen aber noch das auf den Feldern anfallende Stroh, welches im Grunde ein „Abfallprodukt“ der Getreideerzeugung ist und eben auch das Miscanthus. Auf geeigneten und guten Standorten liefert Miscanthus zwischen 15 und 25 Tonnen trockene Ware pro Hektar. Dies entspricht einem Heizöläquivalent von 5000 bis 8000 Litern Heizöl pro Hektar. Ein weiterer Vorteil von Stroh und auch Miscanthus ist, dass es zum Erntezeitpunkt einen Feuchtegehalt von nur ca. 13-18 % hat. Somit braucht es nicht, wie das Holz, erst aufwändig getrocknet zu werden.
Ein großer Nachteil des Miscanthus ist allerdings, dass es ein unheimlich geringes Schüttgewicht hat (ca.125 kg/m3). Um diesen Nachteil auszugleichen haben wir uns eine Pelletspresse gekauft, mit der wir das Miscanthus in leicht zu transportierende und zu verarbeitende Pellets pressen. So kann der Miscanthus in vielen bereits vorhandenen Pelletsheizungen verfeuert werden. Da in Everswinkel bereits mehrere Flächen (ca. 20 ha) mit Miscanthus bepflanzt sind, steht somit auch ein größeres Angebot an Rohstoff dafür zur Verfügung. Des Weiteren steht noch ein Vielfaches an Stroh zur Verfügung, welches zum gegenwärtigen Zeitpunkt vielfach nur als „Abfall“ auf den heimischen Feldern verbleibt.


Somit kann die örtliche Landwirtschaft durch diesen neuen Produktionszweig weiter gestärkt werden und jeder Landwirt, wird damit zu einem kleinen „Energieproduzenten“ oder auch Energiewirt. Es wird deutlich, dass damit nicht wie beim Öl oder Gas, erst weite Strecken zurückgelegt werden müssen, damit der Brennstoff zu mir nach Hause kommt. Nein, der Brennstoff für meine Heizung wächst praktisch direkt vor meiner Haustür und das auch noch CO2 –neutral und jedes Jahr von neuen. Ich würde sagen, das ist aktiver Klimaschutz in der heimischen Region.


Wir möchten bei unserem Projekt versuchen, dass die Wertschöpfung in der heimischen Region bleibt. Das heißt, wir erzeugen das Ausgangsprodukt vor Ort, bzw. kaufen es dort, verarbeiten es zu Pellets und zum Schluss wird es auch vor Ort energetisch genutzt. In Zukunft soll somit jeder Landwirt oder Dorfbewohner Pellets aus dem eigenen Ort beziehen können. Somit wird man unabhängig gegenüber Krisenherde in der ganzen Welt und unabhängig von einzelnen großen Ölkonzernen, die ihre Marktmacht in überhöhten Preisen zum Ausdruck bringen.

Wir hoffen, wir haben Ihnen in der Bewerbung deutlich machen können, was wir mit unserem Vorhaben realisieren wollen und hoffen, dass wir damit den Anforderungen für die Teilnahme an diesem Klimaschutzpreis entsprechen. Wir würden uns freuen, wenn wir daran teilnehmen könnten und weitere Ausführungen zu unserem Projekt einreichen und vortragen dürften.

Mit freundlichen Grüssen

Karl Brinkmann und Robert Schoppmann